Aktuell auf unserem Bücherstapel und Schreibtisch

Domenico Müllensiefen: Manchmal muss man sich entscheiden
Bis vor wenigen Monaten hatte ich von dem in meiner Heimatstadt geborenen Autor Domenico Müllensiefen nur wenig gehört. Dass er aus Magdeburg stammt und in seinen Büchern über Menschen erzählt, die nach 1990 im Osten der Republik aufwuchsen, ließ mich neugierig werden.
Auch noch aktuell

Krassinsky: Das Lied der Arktis
Es ist kein leichtes Lied, »Das Lied der Arktis«, das Krassinsky hier nach dem Roman von Bérengère Cournut zu einer Graphic Novel macht. (…) Tragik, Brutalität, Liebe, Entbehrung, Mythologie, Alltag, Gesellschaft, Umwelt, alles findet sich in dieser wunderschön gestalteten Kombination aus Aquarell und Comic wieder.

Michael Palin: Erebus
»Erebus« von Michael Palin ist eigentlich ein Buch für Winterabende. (…) Ich habe es unter der valencianischen Sonne gelesen. Das Frösteln musste ich mir dazudenken, aber Palin macht es einem leicht. Seit die deutsche Ausgabe 2019 bei mare erschien, lag das Buch auf meinem Wunsch-Stapel ganz weit oben.

Unsachliche Sachbücher
Drei Buchtipps von Herrn Klingenberg: Monchi: Jenseits der Brandmauer – Über mein Leben in der ostdeutschen Provinz. David Hugendick: Jetzt sag doch endlich was – Über das Stottern. Frank Schäfer: Black Sabbath – Die Erfindung des Heavy Metal.

Woody Brown: Ein ganz normales Wunder
Den Fokus auf alles Zwischenmenschliche gerichtet lebt Woody Brown seine ausgezeichnete Beobachtungsgabe voll aus. Es sind die Begegnungen, die berühren, die Momente, die man festhalten möchte. Kleine Gesten, die in meinem Alltag einfach untergehen, scheinen hier zu etwas Wunderbarem aufzublühen.

Paula Hawkins: Girl On The Train
Ein »Girl On The Train«, das als Londoner Pendlerin vom Zugfenster aus Begebenheiten beobachtet, die ein Verbrechen betreffen, erdenkt Paula Hawkins, indem sie aus drei Frauenperspektiven ein kriminelles Whodunit erzählen lässt – jedoch darüber hinaus hauptsächlich Gejammer.

Wolf Haas: Wackelkontakt
Sobald Wolf Haas Experiment und Erzählung kombiniert, erweitert er literarische Dimensionen, und das gilt auch für seinen jüngsten Roman »Wackelkontakt«, ein weiterer außerhalb seiner Simon-Brenner-Reihe. Brillant, detailverliebt, witzig, spannend und doch leider mit einem Ende, das so nicht nötig gewesen wäre.



